WISSEN FÜR DEINE PLANUNG
Absicherung verstehen.
Diese Grundlagen helfen, die eigenen Annahmen im Rechner einzuordnen. Sie ersetzen keine individuelle Beratung.
01 · Familie und Einkommensbedarf
Plane die Ausgaben der Hinterbliebenen nach einem Todesfall: Wohnen, Alltag, Betreuung und Ausbildung können sich verändern. Ziehe nur Einnahmen ab, die dann voraussichtlich weiter verfügbar sind. Ein zweites Einkommen kann durch zusätzliche Betreuung eingeschränkt sein.
Berechne den Bedarf beider Partner getrennt. Auch unbezahlte Betreuung hat einen finanziellen Wert, wenn sie ersetzt werden muss. Wähle einen Zeitraum, der zur familiären Situation passt; der Rechner setzt Kinderkosten nicht pauschal an.
02 · Immobilie und Kredite
Entscheide, ob ein Darlehen vollständig getilgt oder weiter bedient werden soll. Der Rechner verwendet die erste Variante: Restschuld vollständig ansetzen und die dazugehörige Kreditrate aus dem monatlichen Bedarf entfernen. Sonst wird derselbe Kredit doppelt berücksichtigt.
Eine fallende Versicherungssumme kann zu sinkender Restschuld passen. Ein gleichbleibender Vertrag kann zusätzlich den familiären Einkommensbedarf absichern. Prüfe den tatsächlichen Tilgungsverlauf und die Vertragsbedingungen.
03 · Checkliste vor einem Abschluss
- Für jede versicherte Person Bedarf und Laufzeit getrennt prüfen.
- Bestehende Leistungen, Begünstigte und Laufzeiten feststellen.
- Gesundheitsfragen vollständig und entsprechend dem abgefragten Zeitraum beantworten; bei Unsicherheit Unterlagen anfordern.
- Vertragsrollen und Bezugsberechtigung bewusst festlegen. Steuerliche Folgen und eine mögliche Über-Kreuz-Gestaltung fachlich klären lassen.
- Prämien, Bedingungen, Ausschlüsse und mögliche Nachversicherung prüfen.
- Den Bedarf bei Geburt, Immobilienkauf, Trennung oder Einkommensänderung erneut bewerten.
Weiterführende Quellen
Verbraucherzentrale: Versicherungsinformationen
Deutsche Rentenversicherung: Renten an Hinterbliebene